Viele Menschen träumen von einem Leben im Wohlstand. Jeder wünscht sich ein besseres Leben. Warum schaffen es aber so Viele nicht, ihre Lebenssituation zu verbessern und der Armut den Rücken zu zukehren? Welches Hindernis steht im Weg?

 

Kein Ziel ohne Plan

Wenn es nicht beim Traum bleiben soll, dann braucht es einen belastbaren Plan.

Wenn Du Deine von Mangel geprägten Verhältnisse hinter Dir lassen willst, brauchst du eine klare Vorstellung von Deinem Ziel:

  • Wie sieht es an Deinem Ziel aus?
  • Wie fühlt es sich an, am Ziel angelangt zu sein?
  • Woher weißt Du, dass Du am Ziel angelangt bist?
  • Bis wann willst Du am Ziel sein?

Je genauer Deine Vorstellung zu den einzelnen Aspekten ist, desto klarer hast Du Dein Ziel vor Augen. Je klarer Du Dein Ziel vor Augen hast, desto sicherer wirst Du es erreichen. Wer sein Ziel in “HD” vor Augen hat, der lässt sich durch nichts vom Weg abbringe. Egal wie hoch das Hindernis ist, es ist zu niedrig, um Dich aufzuhalten.

 

Die wichtigste Frage

Die große Frage ist jedoch, ob Du das Ziel erreichen kannst und willst. Das klingt jetzt erstmal paradox: “Natürlich will ich ein Leben in Wohlstand erreichen”, sagst Du. „Sonst würde ich doch gar nicht diesen Artikel lesen“.

In der Realität ist es jedoch oft so, dass wir zwar vordergründig eine Sache wollen – unbewusst aber etwas ganz anderes möchten, oder zumindest Vorbehalte gegen das zu erreichende Ziel haben.

Nehmen wir das Bild einer Bergwanderung: die Vorstellung, auf dem Gipfel zu stehen, ist faszinierend. Die meisten Menschen würden gerne auf dem Gipfel stehen. Dies könnte aber bedeuten, dass auf dem Weg dorthin die Höhenangst bewältigt werden muss. Dazu ist schweißtreibende Aufstiegsarbeit zu leisten. Monatelange Vorbereitung ist notwendig. Ein schwerer Rucksack mit lebensnotwendiger Ausrüstung muss getragen werden.

Plötzlich denkt sich der ein oder andere vielleicht: “hmm, das mit dem Gipfel ist mir doch nicht so wichtig – ich bleibe lieber auf meinem Sofa und schaue mir eine Reportage über die Berge an, das geht einfacher”.

So ist es auch mit dem Weg zum Wohlstand. Die beste Landkarte und die tollste Ausrüstung nützen Dir nichts, wenn Du nicht mit jeder Faser entschlossen bist, ans Ziel zu wollen, und überzeugt davon bist, es auch erreichen zu können.

Was könnte Dich also in Deinem Unbewussten daran hindern, Dein Ziel zu erreichen?

 

Das größte Hindernis

Das größte Hindernis auf dem Weg zum Wohlstand ist Dein Weltbild. Dein Weltbild hat einen maximalen Einfluss darauf, was Du im Leben erreichen kannst.

Wir alle haben in unserer Kindheit, in den ersten Jahren unseres Lebens, ein uns eigenes Weltbild angeeignet. Manche sagen dazu auch Glaubenssätze, Überzeugungen, oder neudeutsch “Mindset”.

Dieses Weltbild ist die Interpretation dessen, was wir in unserer Kindheit erlebt und erfahren haben. Jeder Mensch erlebt und erfährt anders, deshalb hat auch jeder Mensch ein individuelles Weltbild.

Unsere Eltern und unser Umfeld haben in starken Maßen dieses Weltbild geprägt. Das, was sie gesagt haben, aber noch viel mehr das, was sie uns vorgelebt haben.

Alle wichtigen Dinge des Lebens werden nun mehr oder weniger bewusst von Deinem Weltbild beeinflusst. Deine Beziehungen, Deine Werte (das, was Dir wichtig ist), und auch Deine Geldentscheidungen.

Leider haben viele Menschen die Überzeugung, dass ihre persönliche Lebenssituation nicht veränderbar ist.

Diese Menschen glauben, dass sie es nicht schaffen können, Armut hinter sich zu lassen und ein Leben in Wohlstand aufzubauen.

Sie reden von “denen da oben” und “wir hier unten”, oder davon, wie der “kleine Mann” immer abgezockt wird und “die Reichen” immer reicher werden.

Sie sehen eine unüberwindbare Kluft zwischen Arm und Reich. Der Reiche wird so zu einem Feind. „Der Reiche“ ist ein schlechter, verwerflicher Mensch, der an negativen Charaktereigenschaften nicht zu übertrumpfen ist.

Kluft_Arm_Reich

So ein Weltbild lässt es nicht zu, reich zu werden. Reich-Sein ist Teil des Feindbildes. Versucht jemand, mit solch einer unbewussten Überzeugung wohlhabend zu werden, wird er sich immer wieder “ins Knie schießen” und nach einer Anzahl erfolgloser Versuche resigniert aufgeben.

Das deterministische Weltbild

Diese Weltanschauung entspringt einem “deterministischen Weltbild”. Egal ob man jetzt so ist wie man ist, weil man die falschen Gene geerbt hat, oder weil man eben in der Kindheit so geprägt worden ist, oder aber weil das Umfeld (der Chef, der Partner, die Politik, Gott,…) daran schuld ist, wie es einem geht – die Grundvorstellung ist immer dieselbe:

Ich bin so, weil…

Ein Reiz bewirkt eine Reaktion. Pavlov mit seinen Experimenten lässt grüßen. Jemand, der dieses Weltbild mit sich trägt, hat einen verkümmerten „Veränderungsmuskel“. Dieses „Mindset“ setzt jeglichen Veränderungswillen außer Gefecht.

Die gute Nachricht ist: Du kannst Dein Weltbild verändern!

Dazu muss Dein gesamtes Denken erneuert werden – Du brauchst ein neues Weltbild.

Das pro-aktive Weltbild

Der Psychiater Viktor Frankl, als Jude von den Nazis ins KZ gesteckt, machte in der Grausamkeit des KZ-Lebens eine ganz neue Entdeckung. Egal was die Wärter mit ihm anstellen würden – eines können sie ihm nicht nehmen: seine grundlegende Identität. Er könne in sich selbst entscheiden, wie sich das Erlebte auf ihn auswirkt. In der grausamen Realität, in der Frankl sich bewegte, entdeckte er den fundamentalen Grundsatz:

“Zwischen Reiz und Reaktion, hat der Mensch die Freiheit zu wählen”

Der Mensch ist nicht hilflos den Reizen ausgeliefert, die seine Reaktion vorherbestimmen, sondern er hat die Wahl seine Reaktion auf einen Reiz zu bestimmen. Nicht die Umstände bestimmen Deine Reaktion, sondern Du selbst.

Das bedeutet, dass DU für Dein Leben selbst verantwortlich bist. Niemand sonst. Nur Du.

Stell Dich vor den Spiegel und schau Dir mal ganz genau an, wer für Dein Leben verantwortlich ist!

Stephen Covey schreibt in seinem Buch “Die sieben Wege zur Effektivität”*, dass unser Leben eine Funktion unserer Entscheidungen, nicht der gegebenen Bedingungen ist. Wir können entscheiden, wie unsere Reaktion auf einen Impuls aussieht. Covey nennt das „pro-aktiv“ leben.

Es ist nicht leicht, zuzugeben, dass man selber entscheiden kann, wie man reagiert, und dass die bisherige Reaktion womöglich destruktiv und negativ war. Die logische Schlussfolgerung dieses Gedankenganges ist ja, dass ich selber dafür verantwortlich für meine gegenwärtige Lage bin.

Um meine Lebenssituation umzugestalten bedarf es der Einsicht, dass mein Heute so ist, wie es ist, weil ich gestern eine Entscheidung getroffen habe. Das kann schmerzhaft sein, aber auch befreiend.

Diese Erkenntnis gibt Kraft und Freude, Dinge zu verändern. Letztendlich war es diese Einsicht, die mich dazu gebracht hat, mein Leben neu in die Hand zu nehmen und als Familienvater ein Studium zu beginnen.

Das größte Hindernis auf dem Weg zum Wohlstand ist also Deine Weltanschauung. Erst wenn Du an den Punkt kommst, wo Du sagen kannst “Ich bin für mein Leben verantwortlich”, dann bist Du bereit für den Gipfelsturm.

Du wirst erkennen, dass der Weg von Arm nach Reich gar nicht über eine unüberbrückbare Kluft führt. Vielmehr handelt es sich bei diesem Weg um eine Kurve. Derjenige, der reicher ist als Du, ist einfach schon länger auf der Wohlstands-Kurve unterwegs.

Reichtum ist nichts Schlechtes. Reichtum multipliziert Deine Fähigkeit, Gutes zu tun. Mancher sagt, er hat genug, um klarzukommen. Letztendlich ist das eine egoistische Einstellung. Reichtum ist kein Selbstzweck. Wer viel Geld hat, ist fähig, viel zu Geben und kann extrem viel Gutes bewirken.

Man kann nicht über Nacht reich werden. Der Wunsch nach dem schnellen Geld führt direkt ins finanzielle Desaster. Die Armut hat dich dann umso mehr in ihren hässlichen Krallen.

Nein. Der Weg zum Gipfel ist ein langer Weg, der von Disziplin und Verzicht geprägt ist. Meine Entscheidung, heute auf etwas zu verzichten, bahnt den Weg für eine wohlhabende Zukunft.

Jeden Tag geht es ein bisschen weiter in Richtung Ziel. Am Anfang macht man kaum Höhenmeter. Man kommt dem Gipfel scheinbar kaum näher. Doch irgendwann wird der Weg immer steiler. Jetzt fängt Dein Geld an für Dich zu arbeiten. Je mehr Zeit Du Deinem Geld gibst, desto härter arbeitet es für Dich.

Die gute Nachricht ist: jeder kann diesen Weg gehen, jeder kann es ans Ziel schaffen. Das Wichtigste weißt Du jetzt: Dein Weltbild arbeitet nicht mehr gegen Dich, sondern für Dich!

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